Die Arbeit untersucht die Rezeption der Kritischen Theorie und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen deutschen Vergangenheit von der antiautoritären Fraktion der bundesdeutschen Studentenbewegung zu den K-Gruppen. Während die Theorien der Frankfurter Schule zu Beginn der Studentenbewegung großen Einfluss auf die Akteure der Bewegung haben und die Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit eines der zentralen Themen der Proteste ist, verändert sich dies mit dem Höhepunkt und v.a. während der Zerfallsphase der Bewegung. Nun kommt es zu einer scharfen Abkehr und Abwehr von der Kritischen Theorie und aus der konkreten Auseinandersetzung mit der national-sozialistischen deutschen Vergangenheit wird ein pauschal und undifferenziert benutzter Faschismusbegriff. Aus Teilen der antiautoritären Bewegung werden spätestens mit der Konstitution der K-Gruppen autoritäre Kaderparteien.
260 S. SC |