Weihnachten ist kein trauriges Fest. Bereits im biblischen Bericht ist von einer "grossen Freude" die Rede, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Josef Dirnbeck nimmt dies wörtlich und zeigt Weihnachten vor allem von der heiteren Seite. Dabei bezieht er die satirische Form seiner Darstellung dieses Festes keineswegs nur auf das, was Wirtschaft und Konsum aus Christi Geburt gemacht haben. Vielmehr betrachtet Dirnbeck gerade auch das Festgeheimnis selbst aus einem heiteren Blickwinkel. Mit feinem Humor, aber stets mit Respekt vor dem, worum es eigentlich geht, schildert der Autor etwa die Sorgen, die sich "Oma Anna und Opa Joachim" machen, die Grosseltern Jesu, die nicht nach Bethlehem mitreisen konnten, oder er malt sich aus, was bei dem "streng vertraulicen Treffen" in Nazareth zwischen Maria und Gabriel wohl gesprochen worden ist und lässt Ochs und Esel zu scharfsichtig-kritischen Kommentatoren werden. Die meisten dieser Weihnchtstexte wurden ursprünglich als "religiöse Unterhaltung mit Tiefgang" im Radio ausgestrahlt.
174 S. HC Geb |