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 42.00CHF  Evelyn Rillé & Johannes Ifkovits. Die Oper kocht - Weltstars am Herd: Die Lieblingsrezepte großer Stimmen
[Artikelnummer: 978-3-9502956-0-3]
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Dieses Produkt haben wir am Montag, 11. Oktober 2010 in unseren Katalog aufgenommen.

Weltstars am Herd: Die Lieblingsrezepte großer Stimmen.

Gebunden

272 S. - 21,0 x 25,0 cm

Umschlagtext: Gut gelaunt haben 64 Topstars der Oper aus 26 Nationen geschnitten, zerstückelt, geviertelt, vermengt, geknetet, gerührt, rotes oder weißes Fleisch, Fisch, Gemüse, Früchte, Marzipan und Schokoladen zu wunderbar duftenden Lieblingsspeisen verarbeitet und ihr Kochtalent unter Beweis gestellt. Herausgekommen ist ein Kochbuch mit mehr als 600 Fotos, 64 persönlichen, handgeschriebenen Rezeptanleitungen in der Muttersprache der Opernstars, mit Antworten auf ihre Essgewohnheiten und Küchengeheimnisse, humorvollen Kochportraits, Fotos vom freudigen Zubereiten und den Weinempfehlungen der weltbesten Weinbauern zu jedem der Künstlerrezepte.

Die Elite der Opernwelt bittet zu Tisch:

Roberto Alagna, Fabio Armiliato, Lado Ataneli, Janina Baechle, Ekaterina Bakanova, Piotr Beczala, Barbara Bonney, Johan Botha, Lawrence Brownlee, Heidi Brunner, Joseph Calleja, José Carreras, Diana Damrau, Annette Dasch, Danielle De Niese, Angela Denoke, Natalie Dessay, Daniela Dessi, Joyce DiDonato, Adrian Eröd, Giuseppe Filianotti, Renée Fleming, Juan Diego Flórez, Barbara Frittoli, Ferruccio Furlanetto, George Gagnidze, Elīna Garanča, Angela Gheorghiu, Marcello Giordani, Thomas Hampson, Anja Harteros, Tamar Iveri, Vesselina Kasarova, Jonas Kaufmann, Simon Keenlyside, Angelika Kirchschlager, Adriana Kučerová, Aleksandra Kurzak, Salvatore Licitra, Nino Machaidze, Ambrogio Maestri, Peter Mattei, Akiko Nakajima, Anna Netrebko, René Pape, Adrianne Pieczonka, Luca Pisaroni, Matthias Rexroth, Kurt Rydl, Michael Schade, Shenyang, Neil Shicoff, Bo Skovhus, Nina Stemme, Krassimira Stoyanova, Kurt Streit, Bryn Terfel, Rainer Trost, Natalia Ushakova, Juha Uusitalo, Ramón Vargas, Deborah Voigt, Anne Sofie von Otter und Markus Werba.

Johannes Ifkovits ist der Fotograf der Opernstars. Seit vielen Jahren reist er um den Globus, um die Herrschaften mit den großen Stimmen zu ihrem Vorteil abzulichten. Dabei ergaben sich auch persönliche Kontakte und Einladungen in die Lieblingslokale der Stars – oder Ifkovits und seine Herzdame Evelyn Rillé wurden in privatem Umkreis bekocht.

Anna Netrebko kam sogar zum Ehepaar Ifkovits und Evelyn Rillé nach Perchtoldsdorf, um dort aufzukochen: Borschtsch nach Großmutters Rezept. „Das“, sagt Ifkovits, „kocht sie mehrmals pro Jahr, weil es sie an ihre Kindheit erinnert. Und wir können nur sagen: Ihr Borschtsch ist zum Niederknien.“ Nebenbei verrät Anna Netrebko, dass sie bei Heißhunger sogar „Menschen isst – wenn sie gut gekocht sind“, und, über Diät: „Die beginnt immer erst morgen.“

Die Österreicherin Angelika Kirchschlager hält sich ebenfalls an ein Rezept der Oma, bereitete für das Buch Schweinsbraten mit Semmelknödel zu. Das Gericht hat sie natürlich nicht zur Hand, wenn sie auf einmal hinter der Bühne hungrig wird: „Da greife ich halt, bevor ich zusammenklappe, nach Banane und Red Bull.“

Bo Skovhus, Wahlwiener aus Dänemark, belohnt sich bisweilen selbst mit einem mehrgängigen, selbst gekochten Menü. Was er verachtet, und damit ist er sicher nicht allein auf der Welt: Milchreis und Haferschleimsuppe. Seine Spezialspeise für „Die Oper kocht“: Torskeforret, Dorsch mit Kirschtomaten und Oliven. Wen er am liebsten kosten ließe, falls sie noch leben würde: „Alma Mahler. Um her- auszufinden, wo die Faszination dieser Frau lag. Vielleicht war sie ja eine gute Köchin…?“

Elina Garanca, Mezzosopran aus Lettland und heute in Spanien zu Hause, bereitet Piradzini (gefüllte Kipferl mit Speck, Zwiebeln und Ei) zu, und dazu würde sie einmal gern Meryl Streep zu sich nach Hause einladen, denn: „Sie ist die beste Schauspielerin der Welt.“ Nicht kommen sollte man der blonden Elina mit sauren Sachen. Mit Essig ist es bei ihr ... Essig. Schwach wird sie dafür bei dunkler Schokolade: „Je höher der Kakaoanteil, umso intensiver die Gaumenfreude.“

Österreichs mächtige Bass-Stimme Kurt Rydl stillt Heißhunger mit Leberkässemmeln, hasst Erdnussbutter und ist ein Meister der steirischen Bohnenschorlsuppe. Doch auch allerlei andere Rezepte bereitet er für Gäste gekonnt zu: „Kennengelernt habe ich die Rezepte als Häferlgucker in allen Opernkantinen.“

„Elektra“ ist blutig genug

René Pape, bei den Salzburger Festspielen eben als Orest in „Elektra“ hochgelobt, versucht sich an sächsischem Sauerbraten mit Klößen und Rotkraut: „Sächsisch, weil ich ja aus Dresden stamme. Mein Vater, Profikoch, hat das Ergebnis sehr gelobt. Da war ich mächtig stolz.“ Direkte Zusammenhänge zwischen Oper und Essen mag er nicht sehen: „Die ‚Elektra’ ist ja sehr blutig, da müsste ich auf Blutwurst stehen. Ist aber nicht der Fall.“

Sie gilt bisweilen als launische Diva, beim Kochen ist die Rumänin Angela Gheorghiu aber nicht kompliziert. Als Rezept präsentiert sie Paine de Casa Moldoveneasca, simpel: Hausbrot. Und sie bedauert, dass sie Cary Grant nicht mehr abbeißen lassen kann, denn: „Ich liebe ihn.“

Der walisische Bassbariton Bryn Terfel offeriert ebenfalls Einfaches: Cawl Cennin, Erdäpfel-Lauch-Suppe. Bei ihm geht „nichts über ein feines Roastbeef am Sonntag“, außerdem liebt er Paradeiser: „Die kann ich zu allem essen, sogar zu Vanillesauce.“

Neil Shicoff, sensibler Tenor, hat seine Essstäbchen allzeit bereit – wenn er Teppanyaki (gegrillte Meeresfrüchte mit Reis und Gemüse) zubereitet, zu Fleisch hingegen lässt er sich höchstens fünf Mal pro Jahr verleiten. Über die Qualität des von ihm Gekochten meint er bescheiden: „Zum Überleben reicht es.“ Man darf annehmen, dass Mister Shicoff zum Understatement neigt.

In die süße Abteilung führt – ausgerechnet – der südafrikanische Tenor Johan Botha mit Malva Poeding (Auflauf mit Marmelade). Den hätte er gern Giuseppe Verdi kredenzt: „Um ihn zu fragen, warum sein Tenor in ‚Don Carlo’ und ‚Aida’ ausgerechnet in den ersten fünf Minuten eine Arie singen muss – und dann nicht mehr.“

Die amerikanische Sopranistin Renée Fleming beschert „Diva Renée au Chocolat“, ein Schokoladendessert, dessen Rezept sie in Gemeinschaft mit dem Dreisterne-Koch Daniel Boulud kreiert hat, ansonsten kommt sie wegen der vielen Reisen kaum zum Kochen, begnügt sich daher zu Hause mit „ehrlichen, einfachen Salaten“.

José Carreras kann „Knoblauch und Zwiebeln nicht riechen“, doch für Süßes war er zu haben: Crêpes mit Creme und frischen Früchten. Sogar beim (leicht patscherten) Palatschinkenschupfen ließ er sich ablichten, bat aber: „Verratet mich nicht. Ich bin ein schlechter Koch. Dafür ein guter Esser.“

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