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Sieben Jahre sind vergangen, da taucht bei dem ehemaligen Grenzpolizeioffizier und "Helden vom Schwarzwald" Gero Schnauder ein Journalist, Jonny Walle, auf, der Beweise in Händen hält, die belegen, daß die vermeintliche Heldentat von Schnauder - die erfolgreiche Jagd auf sieben rumänische Schleuser, die dabei allesamt zu Tode kamen - gar keine Heldentat war, sondern Lynchjustiz nach Wild-West-Manier, an dessen Vertuschung sich Staatsanwaltschaft und Politiker beteiligten. Daß er in ein Wespennest sticht, war dem Journalisten zu Beginn seiner Recherchen wohl bekannt, die Dimensionen erahnte er jedoch nicht. Das vorliegende Theaterstück "Der schwarze Punkt des weißen Raben" von Günter Gaida ist eine spannend dargestellte, authentische Kriminalgeschichte, die beispielhaft die unheilvolle Verstrickung von Politik, Justiz und Medien offenlegt.
Günter Gaida wurde 1940 in der Kleinstadt Meuselwitz in Thüringen als Kind einer Eisenbahnerfamilie geboren. Der Vater fiel kurz vor Ende des Krieges beim "Kampf um Berlin", die Mutter mußte sich mit vier Kindern durchs Leben schlagen. Der älteste Sohn Günter kam als Schüler 1954 in ein "sozialistisches Internat", aus dem er 1958 weglief und in den Westen flüchtete. Dort landete er in Münster wieder in einem Internat. 1961 absolvierte der Autor sein Abitur. Dem folgte eine kurze Zeit des Studiums an der Uni Hamburg und der FU Berlin, das er jedoch schnell beendete. Unter dem Eindruck der Folgen des Mauerbaues in Berlin trat er in den Bundesgrenzschutz als Offiziersanwärter ein. Dort ist er bis heute aktiv, zur Zeit als Inspektionsleiter einer Bundesgrenzschutzinspektion im Großraum Bodensee an der deutsch-schweizerischen Grenze.
78 S. SC
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