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In Europa ist keiner, der das Raffinement der (scheinbar) einfachen Poesie derart beherrscht. Beim ersten Lesen geben sich seine Gedichte bescheiden. Aber man vergißt sie nicht mehr. Sie kommen immer wieder, bei der Arbeit, beim Autofahren, beim Essen. Vor allem beim Trinken. Seine Verse sind wie das Marmarameer: Von der großen Welt (bis jetzt) noch verschont, Durchgang. Aber plötzlich merkt man, daß die Fäden immer wieder dorthin zurückkehren, an das Meer zwischen den Meeren. |
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Das brodelnde Leben Istanbuls und mittendrin der traurige, der spöttische, der immer verliebte Bohemian und Nachtschwärmer Orhan Veli: ein Klassiker der Moderne. |
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Orhan Veli wurde 1914 in Istanbul geboren und verstarb dort 1950 an den Folgen einer Gehirnblutung. Von 1949 bis 1950 gab er das literarische Blatt »Yaprak« heraus. Er seinen Freunde nannten sich die »Fremdartigen« und revolutionierten durch ihren lakonischen wie bissigen Stil die türkische Poesie. Neben Nazim Hikmet ist Orhan Veli der populärste Dichter der Türkei. | 254 S. SC |
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