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Das Buch der Bösen ist ein Buch, vor dem Großeltern Eltern eindringlich warnen. Denn es untergräbt die Autorität der Erwachsenen auf ganz radikale Art und Weise. Immerhin steht ein kleiner Hase im Mittelpunkt des Geschehens, aus dessen Perspektive die Welt voller böser Menschen ist. Manche Großen sind Böse und manche Kleinen auch. Und Lehrer, treu sorgende oder wild um sich brüllende Mütter, gemeine Omas und Opas, fiese Brüder und nervige Babysitterinnen sind fast noch böser. Gut, dass der kleine Hase soviel Fröhlichkeit sein eigen nennt. Denn wer brüllt, verschwindet sowieso. Und das Motto des kleinen Helden, das er der Welt entgegengrinst, lautet: „Ich werde trotzdem lächeln“.
Das Buch der Bösen wartet gleich mit einer ganzer Reihe illustrer Namen auf -- allen voran dem von Nobelpreisträgerin Toni Morrison, die bereits mit Die Kinderkiste in Personalunion mit ihrem Sohn Slade ein Bilderbuch für Kinder schrieb. Zudem hat der Verlag niemand Geringeren als Harry Rowohlt für die Übersetzung des (allerdings spärlichen) Textes gewinnen können, der einmal mehr den tiefgründigen Sprachwitz des Originals ins Deutsche hinüber gerettet hat. Wirklich überraschend und erfreulich aber sind die Illustrationen von Pascal Lemaître, der nach der eher biederen Bebilderung der Kinderkiste durch Giselle Potter wahrhaft erfrischend wirkt. Denn sein kleiner Hase kommt derart ängstlich, traurig, verschlafen und (an den Ohren ablesbar) geknickt daher, dass es auch für Eltern eine wahre Freude ist, Seite um Seite umzublättern. Die Warnung der Großeltern verhallt also ungehört: Das Buch der Bösen ist ein tolles Buch. -- Für Kinder ab 4 Jahren. --Isa Gerck
Kurzbeschreibung Dies ist ein Buch über böse Leute. Manche Bösen sind groß. Es gibt aber auch Kleine, die böse sind. Böse brüllen gern. Sehr böse Leute flüstern nur. Wer brüllt verschwindet, und auch jemand der lächelt, kann böse sein. Ich werde trotzdem lächeln!
48 S. HC
Sauerländer |
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