Wer Gedichte mag, liegt mit diesem Band von Alban Sturn genau richtig. Präzise werden Stimmungen eingefangen und alltägliche Gegebenheiten beschrieben, Missstände unserer Gesellschaft werden an den Pranger gestellt, aber auch die Schönheiten unserer Welt und die Schwierigeiten, in ihr zu bestehen, stellt der Autor teils auf umweglos offene, teils auf sehr subtile Art und Weise dar. Von karger Wortwahl bis zur elegischen Breite reicht das Sprachspektrum Sturns, immer den Sinngehalten seiner Gedichte angemessen. Der Autor selbst sagt über seine Kunst: „Wenn Gedichte manchmal neben Nachdenklichkeit auch noch Freude zu erwecken vermögen, dann wäre ein kleiner Schritt getan, die Welt etwas erträglicher – und somit besser – zu gestalten.“
138 S. SC |